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30 Meldungen seit März 2025: Urteile von EuGH und BGH, Maßnahmen der GGL, neue Regeln aus den Ländern, Studien und Zahlen. Jede Meldung mit Datum, Fakten, Quellenlinks — und einem Satz dazu, was sie für Spieler bei einem Casino ohne deutsche Lizenz bedeutet. Neueste zuerst.
Die Rechtssache C-683/24 klärt, ob maltesische Gerichte ausländische Urteile gegen MGA-Lizenznehmer weiter ignorieren dürfen. Der Generalanwalt hält Artikel 56A für unionsrechtswidrig.
16.Okt. 2026VollzugDie Glücksspielbehörde wertet das Streamen eigener Sessions bei nicht lizenzierten Casinos, Bannerwerbung und eine Vergleichsseite als verbotene Werbung. Der Eilantrag des Rappers scheiterte.
30.Sep. 2026RegulierungWerbung für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker ist zwischen 6 und 21 Uhr verboten; ein Whitelist-Eintrag erlaubt nicht jede Werbung. Die Behörde beschreibt, wie Verstöße gemeldet werden.
22.Sep. 2026RegulierungDie Whitelist zählt 129 Anbieter mit 229 Websites; 5,3 Millionen Spieler sind in LUGAS registriert. GGL-Vorstand Benter fordert eigene Entscheidungsbefugnisse und Strafverfolgung im Ausland.
18.Sep. 2026RechtIm Verfahren I ZR 216/25 fordert ein Spieler 10.092 € zurück. Der Senat hält die Spielverträge vorläufig für nichtig; offen sind Verjährung und der Einwand nach § 817 Satz 2 BGB. Rund 300 Parallelverfahren warten.
9.Sep. 2026VollzugÜber 100 Einsatzkräfte durchsuchten elf Objekte; ein Haftbefehl wurde vollstreckt. Der Steuerschaden allein für 2024 liegt bei 77,6 Millionen Euro.
18.Aug. 2026RechtErstmals stellt ein deutsches Gericht die Frage, ob der Erlaubnisvorbehalt gegen EU-Recht verstößt, solange die Behörde ihre eigenen Schutzregeln nicht durchsetzt.
18.Aug. 2026RegulierungDer Vertrag soll Netzsperren gegen Access-Provider ermöglichen und den Abgleich mit dem Sperrsystem klarstellen. Er tritt erst in Kraft, wenn alle 16 Länder ratifiziert haben.
11.Aug. 2026SpielerschutzDer offene Brief an die Innenminister verlangt, die Staffel bis zum Evaluierungsbericht auszusetzen. Virtuelle Automatenspiele sind laut DHS die zweithäufigste Hauptspielform in Beratungsstellen.
4.Aug. 2026RegulierungDer neue § 15a OCG NRW erlaubt Dienstleistern, Räume und Personal für gestreamte Bankhalterspiele bereitzustellen. Ehemals illegale Anbieter sind von der Vergabe ausgeschlossen.
8.Juli 2026MarktInvestigate Europe und 15 Medienpartner, darunter der Bayerische Rundfunk, beschreiben ein Netz aus Casinos in Costa Rica und Anjouan, Zahlungen über eine Firma des Gründers und Marken, die nach der Recherche innerhalb von Wochen verschwanden.
3.Juli 2026RegulierungDie Behörde verlagert den Schwerpunkt von der Lizenzvergabe zur Aufsicht und geht gegen Hoster, Plattformen und Zahlungsdienstleister vor. Der Verwaltungsratschef räumt ein, der Schwarzmarkt sei nicht vollständig zu beseitigen.
1.Juli 2026RegulierungDie GGL nutzt erstmals § 22a Abs. 7 GlüStV: 3 € ab 21 Jahren, 5 € nach 90 Tagen ohne Warnsignale und mit Monitoring. Freiwillig für Anbieter, befristet bis Ende 2027.
12.Juni 2026RechtDer Kläger hatte seit 2007 bei einem Malta-Anbieter gespielt, konnte aber nicht belegen, wo er gespielt hatte — die Unterlagen verorteten ihn am selben Tag in Spanien und Deutschland. Revision beim BGH anhängig.
11.Juni 2026MarktZugang nur mit Guthaben oder einer Wette in den letzten 24 Stunden, Bild maximal in einem Drittel des Desktops. Der Branchenverband erwartet bis zu 700 Millionen Euro legale und 300–400 Millionen Euro illegale WM-Einsätze.
2.Juni 2026MarktDie Forschungsstelle Glücksspiel zählte an Spieltag 31 fast 500 Minuten sichtbare Werbung, vor allem Banden. Bei der EM 2024 waren es 7,4 Prozent der Sendezeit, bei der WM 2026 im Schnitt 28 Minuten pro Deutschland-Spiel.
21.Mai 2026RechtEin österreichischer Spieler hatte 2021 ein Rückzahlungsurteil erstritten, der Anbieter zahlte nicht. Der EuGH erlaubt, Konten in Irland, Luxemburg, Malta und Schweden vorsorglich einzufrieren.
19.Mai 2026RechtNach dem EuGH-Urteil vom April hebt der BGH die Aussetzung auf und nutzt erstmals § 552b ZPO. „Dreistellig viele“ Parallelverfahren warten auf die Antworten.
16.Apr. 2026RechtDie maltesische Lizenz schützt den Anbieter nicht; die Nichtigkeit der Verträge ist die notwendige Folge des Verbots, die Klage eines Spielers kein Rechtsmissbrauch. Ausgesetzte Verfahren können weiterlaufen.
27.März 2026RegulierungDie Reform soll Sperren bei Telekom, Vodafone & Co. ermöglichen, wenn Maßnahmen gegen Betreiber scheitern, und der GGL Auskunftsrechte gegenüber Strafverfolgern und FIU geben. Inkrafttreten erst nach Ratifizierung.
19.März 2026RechtIn C-530/24 geht es um Tipico-Wetten von 2013 bis Oktober 2020 ohne deutsche Konzession. Der Generalanwalt sieht den Rechtsweg, nicht die Selbsthilfe, als Antwort auf ein mangelhaftes Lizenzverfahren.
17.März 2026MarktDas Blockchain Research Lab hat für die Behörde Spieler befragt. Der illegale Bruttospielertrag 2024 lag demnach bei 547 Millionen Euro, 17 Prozent mehr als 2023. Der DOCV nennt eigene Daten mit deutlich höherem Schwarzmarktanteil.
11.März 2026Spielerschutz12.340 Befragte, 36,4 Prozent Teilnahme in zwölf Monaten, erstmals Daytrading erfasst. Die Prävalenz bleibt stabil, die Störungsrate bei virtuellen Automatenspielen ist die höchste aller Spielformen.
10.Feb. 2026SpielerschutzRund 60.000 Sperranträge wurden 2025 bearbeitet; etwa 9.000 Veranstalter mit 41.000 Betriebsstätten sind an das Sperrsystem angeschlossen.
15.Jan. 2026RechtEin österreichischer Spieler hatte rund 18.500 € bei einem insolventen Malta-Anbieter verloren und verklagte die beiden Geschäftsführer. Der EuGH ordnet den Fall dem Deliktsrecht des Spielerwohnsitzes zu.
12.Jan. 2026RechtRund 833 € Monatsumsatz machen keinen Berufsspieler, und die Abtretung berührt den Gerichtsstand nicht, solange der Spieler selbst klagt. Revision zugelassen.
12.Nov. 2025SpielerschutzEin unbefristet gesperrter Spieler konnte an einem Terminal ohne Sperrabfrage wetten. Der Anbieter zog seine Berufung zurück und zahlt rund 5.500 € zurück.
4.Nov. 2025SteuernDas Aufkommen der Steuer fiel von rund 430 Millionen Euro (2022) auf 214 Millionen Euro (2024). Lizenzierte Anbieter geben sie über eine niedrigere Auszahlungsquote an Spieler weiter.
18.Juni 2025RechtMalta und die MGA verteidigen Artikel 56A als Kodifizierung des ordre public. Das Verfahren INFR(2025)2100 steckt seither in der ersten Stufe; der EuGH entscheidet parallel am 19. November 2026.
19.März 2025RechtDie Sperranordnung von 2022 gegen einen Reseller ohne eigenes Netz war rechtswidrig. Die GGL konzentriert sich seither auf Host-Provider, Zahlungsblockaden und Werbeverbote — und die Länder reparieren den Staatsvertrag.
Urteile und Verfahren: EuGH, BGH, OLG, Verwaltungsgerichte
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