News · Markt · 17. März 2026

GGL-Schwarzmarktstudie: 77 Prozent des Online-Spielvolumens laufen legal, 23 Prozent über Anbieter ohne deutsche Lizenz — Branche hält die Zahl für zu niedrig

Das Blockchain Research Lab hat für die Behörde Spieler befragt. Der illegale Bruttospielertrag 2024 lag demnach bei 547 Millionen Euro, 17 Prozent mehr als 2023. Der DOCV nennt eigene Daten mit deutlich höherem Schwarzmarktanteil.

Daniel Okafor
Daniel OkaforZusammengefasst aus den unten verlinkten Quellen; die Einordnung am Ende ist meine.

Beim 23. Symposium Glücksspiel der Universität Hohenheim hat die GGL am 17. März 2026 ihre Studie „Untersuchung des Schwarzmarktes und der Kanalisierung von Glücksspielen im Internet anhand einer Befragung von Glücksspielenden“ vorgestellt, erstellt vom Blockchain Research Lab unter Dr. Fred Steinmetz. Ergebnis für 2024: Kanalisierungsquote 77,03 Prozent, unregulierter Anteil 22,97 Prozent; der illegale Bruttospielertrag stieg auf 547 Millionen Euro (2023: 466 Millionen).

Die Studie bestätigt die referenzwertbasierte Methode der Länder und fließt in die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags ein. Der Deutsche Online Casinoverband (DOCV) hält die Zahlen für zu konservativ und sieht die Kanalisierung auf Basis von Nielsen-Daten eher bei 50 Prozent. GGL-Vorstand Benter: „Der Kampf gegen illegales Online-Glücksspiel ist allerdings ein Marathon, kein Sprint.“ Der Glücksspiel-Survey 2025 schätzt den illegalen Online-Bruttospielertrag 2024 auf 500 bis 600 Millionen Euro.

Die Fakten

  • Studie des Blockchain Research Lab im Auftrag der GGL, vorgestellt 17. März 2026 in Hohenheim
  • 2024: Kanalisierung 77,03 %, unregulierter Anteil 22,97 %
  • Illegaler BSE 2024: 547 Mio. € (+17 % gegenüber 466 Mio. € 2023)
  • DOCV-Gegenposition: Kanalisierung eher 50 % (Nielsen-Daten)
Was das für Spieler ohne deutsche Lizenz bedeutet

Fast ein Viertel des deutschen Online-Spielvolumens läuft über Casinos ohne deutsche Lizenz — an dieser Zahl richtet die Behörde ihren Vollzug aus.

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