Am 3. Juli 2026 hat die GGL ihren Tätigkeitsbericht für 2025 vorgelegt. Der legale Glücksspielmarkt erreichte einen Bruttospielertrag von 14,4 Milliarden Euro, davon 1,9 Milliarden Euro Sportwetten; die staatlichen Einnahmen lagen bei rund sieben Milliarden Euro. Die Kanalisierung im Online-Bereich beziffert die Behörde mit 77 Prozent, den Schwarzmarkt mit rund 23 Prozent — bei einem geschätzten illegalen Bruttospielertrag von 547 Millionen Euro für 2024, 17 Prozent mehr als im Vorjahr.
2025 zogen 254 illegale Online-Anbieter ihr Angebot zurück (66 mehr als 2024), 370 Werbetreibende stoppten; 2.263 Websites wurden geprüft, 1.208 entfernt, 287 Untersagungsverfahren eingeleitet. Die GGL beschreibt eine Schwerpunktverlagerung von der Erlaubniserteilung zur strukturierten Aufsicht und richtet den Vollzug nun auf das gesamte Marktumfeld — Dienstleister, Plattformbetreiber, Zahlungsdienste. Verwaltungsratschef Sandro Kirchner nannte den Schwarzmarkt „nicht vollständig eliminierbar“. Ab 2027 soll die Aufsicht stärker datenbasiert über Safe-Server und LUGAS laufen.
Die Fakten
- Legaler Markt 2025: 14,4 Mrd. € BSE, davon 1,9 Mrd. € Sportwetten; ca. 7 Mrd. € Staatseinnahmen
- Kanalisierung online 77 %, Schwarzmarkt ca. 23 %; illegaler BSE 2024: 547 Mio. € (+17 %)
- 254 Anbieter zogen sich zurück, 370 Werbetreibende stoppten, 1.208 Websites entfernt
- Neuer Erlaubniszyklus ab 2027; LUGAS mit > 60 Anbietern und ~5 Mio. Spielern, Betrieb mit Dataport
Die Behörde nimmt jetzt die Infrastruktur hinter Casinos ohne deutsche Lizenz ins Visier — Spielstudios, Aggregatoren, Hoster, Zahlungsdienste; das Angebot für deutsche Spieler wird instabiler.
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