Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD Hamburg) und die Universität Bremen haben am 11. März 2026 den Glücksspiel-Survey 2025 veröffentlicht, finanziert vom Deutschen Lotto- und Totoblock. Befragt wurden 12.340 Personen zwischen 16 und 70 Jahren, 8.006 telefonisch und 4.334 online, zwischen August und November 2025. 36,4 Prozent hatten in den zwölf Monaten um Geld gespielt (Männer 40,4, Frauen 32,4 Prozent); 10,8 Prozent spielten nur online.
Eine Glücksspielstörung nach DSM-5 wiesen 2,2 Prozent auf (2021: 2,3, 2023: 2,4 Prozent), riskantes Spielverhalten 5,5 Prozent. Nach Spielform ist die Störungsrate bei virtuellen Automatenspielen mit 32,5 Prozent am höchsten, vor Live-Sportwetten (27,0) und Geldspielautomaten (23,4 Prozent). 78,3 Prozent der Befragten befürworten Werbebeschränkungen. Den illegalen Online-Bruttospielertrag 2024 schätzt der Survey auf 500 bis 600 Millionen Euro.
Die Fakten
- ISD Hamburg / Uni Bremen, n = 12.340 (16–70 Jahre), Feldzeit 4. August – 26. November 2025
- 12-Monats-Teilnahme 36,4 %; Glücksspielstörung 2,2 %, riskantes Spiel 5,5 %
- Störungsraten: Online-Slots 32,5 %, Live-Sportwetten 27,0 %, Geldspielautomaten 23,4 %
- 78,3 % für Werbebeschränkungen; illegaler Online-BSE 2024: 500–600 Mio. €
Jeder dritte Online-Slot-Spieler erfüllt Kriterien einer Spielstörung — bei einem Casino ohne deutsche Lizenz greift keiner der Schutzmechanismen, die der Survey untersucht hat.
Quellen
Nachrichten sind Zusammenfassungen öffentlicher Quellen mit Stand des genannten Datums; Rechtsangaben sind Information, keine Rechtsberatung. Fehler? Schreib mir, ich korrigiere und vermerke die Änderung.