News · Regulierung · 3. Juli 2026

GGL-Tätigkeitsbericht 2025: 14,4 Milliarden Euro legaler Markt, 23 Prozent Schwarzmarkt, 254 illegale Anbieter zurückgezogen

Die Behörde verlagert den Schwerpunkt von der Lizenzvergabe zur Aufsicht und geht gegen Hoster, Plattformen und Zahlungsdienstleister vor. Der Verwaltungsratschef räumt ein, der Schwarzmarkt sei nicht vollständig zu beseitigen.

Daniel Okafor
Daniel OkaforZusammengefasst aus den unten verlinkten Quellen; die Einordnung am Ende ist meine.

Am 3. Juli 2026 hat die GGL ihren Tätigkeitsbericht für 2025 vorgelegt. Der legale Glücksspielmarkt erreichte einen Bruttospielertrag von 14,4 Milliarden Euro, davon 1,9 Milliarden Euro Sportwetten; die staatlichen Einnahmen lagen bei rund sieben Milliarden Euro. Die Kanalisierung im Online-Bereich beziffert die Behörde mit 77 Prozent, den Schwarzmarkt mit rund 23 Prozent — bei einem geschätzten illegalen Bruttospielertrag von 547 Millionen Euro für 2024, 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

2025 zogen 254 illegale Online-Anbieter ihr Angebot zurück (66 mehr als 2024), 370 Werbetreibende stoppten; 2.263 Websites wurden geprüft, 1.208 entfernt, 287 Untersagungsverfahren eingeleitet. Die GGL beschreibt eine Schwerpunktverlagerung von der Erlaubniserteilung zur strukturierten Aufsicht und richtet den Vollzug nun auf das gesamte Marktumfeld — Dienstleister, Plattformbetreiber, Zahlungsdienste. Verwaltungsratschef Sandro Kirchner nannte den Schwarzmarkt „nicht vollständig eliminierbar“. Ab 2027 soll die Aufsicht stärker datenbasiert über Safe-Server und LUGAS laufen.

Die Fakten

  • Legaler Markt 2025: 14,4 Mrd. € BSE, davon 1,9 Mrd. € Sportwetten; ca. 7 Mrd. € Staatseinnahmen
  • Kanalisierung online 77 %, Schwarzmarkt ca. 23 %; illegaler BSE 2024: 547 Mio. € (+17 %)
  • 254 Anbieter zogen sich zurück, 370 Werbetreibende stoppten, 1.208 Websites entfernt
  • Neuer Erlaubniszyklus ab 2027; LUGAS mit > 60 Anbietern und ~5 Mio. Spielern, Betrieb mit Dataport
Was das für Spieler ohne deutsche Lizenz bedeutet

Die Behörde nimmt jetzt die Infrastruktur hinter Casinos ohne deutsche Lizenz ins Visier — Spielstudios, Aggregatoren, Hoster, Zahlungsdienste; das Angebot für deutsche Spieler wird instabiler.

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